Episodenguide

Teaser

Akt 1

Akt 2

Akt 3

Akt 4


Production #V801 - Episode 01
 


 

WRITTEN BY
Susanne Beck


DIRECTED BY
Denise Byrd


PRODUCED BY
Carol Stephens

SCREENGRABS
Judi Mair


ARTWORK
Lucia


EPISODE TITLE GRAPHIC
MaryD

ÜBERSETZUNG:
Beatrice, Bonnie, Michaela & Sabine


 

TEASER

 

EINBLENDE:

 

AUSSEN. HÜGEL – MTTEN AM VORMITTAG

 

XENA und GABRIELLE gehen einen langen, mühsamen Hügel hinauf. Argo trottet hinter ihnen her und sieht eher wie ein Packesel aus als wie ein Kriegspferd. Sie sind alle mit Schlamm bedeckt.  Er ist auf ihrer Kleidung, auf ihrer Haut, in ihren Haaren.  Selbst Argos Fell ist mit riesigen Klecksen davon gefleckt.

 

GABRIELLE

(gedämpft)

Was würde ich nicht für ein nettes,
heißes Bad gleich jetzt geben.

 

XENA

Das hast Du schon
die letzte Stunde über gesagt.

 

 

GABRIELLE

Und ich werde es weiterhin sagen, bis
sich eines von selbst herbeizaubert.

(Pause)

Komm schon, Xena. Sieh uns an.
Wir sehen aus wie ein paar ausgemusterte
Schlammcatcher aus
Aphrodites Palast der Genüsse!

 

Sie gehen weiter.

 

Als sie zur Spitze des Hügels kommen, leuchten Gabrielles Augen auf und ein Lächeln ziert ihr Gesicht.

 

GABRIELLE

(weiter)

Xena, schau! Meine
Gebete wurden erhört!

 

Unter ihnen ausgebreitet befindet sich eine kleine, makellose, gut gepflegte STADT.  Alle Arten von STÄDTERN, gekleidet in Tönen von braun und schwarz, gehen mit imposanter Präzision hin und her, auf ihre jeweiligen Aufgaben konzentriert. Der Anblick ist ruhig und scheint sehr friedlich.

 

GABRIELLE

(weiter)

Oh, ich kann das heiße Bad jetzt fühlen.

 

Sie fängt an den Hügel hinunterzutrotten, nur um von Xenas Hand am Rücken ihres Tops angehalten zu werden. Sie reißt sich los und wirbelt mit Feuer sprühenden Augen  zu ihrer Partnerin herum.

 

GABRIELLE

(weiter)

Was?

 

Xenas Ausdruck wird ernst.

 

XENA

Es gibt eine andere Stadt, eine Stunde entfernt.
 Lass uns dorthin gehen.

 

GABRIELLE

Willst du mich auf den Arm nehmen??  Xena,
ich weigere mich einen weiteren Schritt zu gehen,
bis ich sauber bin. Ich habe Schlamm an Stellen,
wo niemals Schlamm sein sollte!

 

 

XENA

Gabrielle, diese Stadt.... sie ist….
einfach…nicht die Richtige für uns.

 

GABRIELLE

Nicht richtig?

 

Gabrielle dreht sich um und sieht wieder hinunter auf die friedliche Szenerie.

 

GABRIELLE

Was stimmt damit nicht?  Ich meine...
okay, diese Leute könnten ein paar
Modetipps gebrauchen, aber ansonsten, es sieht
sauber aus, und friedlich.... Und schau!
Dort ist das Wirtshaus!  Ich wette, sie haben Wannen
so groß wie ein römisches Bad dort drin!

 

Xena seufzt.

 

XENA

Hast du jemals von Tugent gehört?

 

GABRIELLE

Wer ist sie?

 

XENA

Es ist keine sie.  Es ist ein es.

 

Xena deutet auf das Dorf.

 

XENA

(weiter)

DAS… ist Tugent.

 

GABRIELLE

Okay, es hat also einen komischen Namen....

 

XENA

Gabrielle, sie verehren die Tugenden hier.

(Pause, etwas reumütig)

Buchstabengetreu.

 

Verständnis dämmert in Gabrielles Augen.

 

GABRIELLE

Hmm.

 

XENA

Ja. Es ist wie in der Stadt, wo Tara
für das Tanzen verhaftet wurde. Nur hier,
kannst du nicht nur nicht tanzen, du kannst nicht
lachen, du kannst nicht singen, du kannst nicht....

 

Xenas Liste wird gerade rechtzeitig von zwei Fingern unterbrochen, die fest an ihre Lippen gedrückt werden.

 

GABRIELLE

(trocken)

Ich denke, ich kann mir ein Bild davon machen.

(Pause)

Xena, Ich will nur ein Bad. Wir müssen

nicht dort bleiben. Ich bin mir sicher, wir
können beide für eine Stunde “tugendhaft” sein.

 

Sie sieht an sich selbst hinunter.

 

GABRIELLE

(weiter)

Oder zwei.

 

Xena bleibt still, als sie versucht ein Kratzen an ihrem Schlamm bedeckten Hinterteil mit einem Dehnen zu tarnen. Gabrielle sieht es und grinst.

 

GABRIELLE

(weiter)

Komm schon, Xena, Ich weiß, du willst sauber
sein, so sehr wie ich es will. Ich meine,
du hast eine Menge mehr an als ich,
und ich wette unter diesen Ledern,
ist dir heiß… es juckt… du schwitzt… 

 

Sie tut so, als ob sie an ihrer Partnerin schnüffelt, dann weicht sie zurück.

 

GABRIELLE

(weiter)

…stinkend...

 

Xena rollt ihre Augen und grinst dann.

 

 

XENA

Also gut. Aber nicht
mehr als eine Stunde.

 

GABRIELLE

Ja!

 

Als Gabrielle wieder anfängt den Hügel hinunterzulaufen, hebt Xena ihren Arm und riecht.

 

XENA

(gedämpft)

Oder zwei.

 

ÜBERBLENDE ZU:

 

AUSSEN. STADT - TAG

 

Xena und Gabrielle gehen durch die Stadt, Argo im Schlepptau. Sie antworten das Starren der Städter mit freundlichem Nicken.

 

GABRIELLE

(leise)

Wow.  Ich war noch nie zuvor
in einer stillen Stadt.

 

Sie sieht zu, als eine große Familie still vorbeigeht.

 

GABRIELLE

(weiter)

Selbst die Kinder sind ruhig.

 

Als sie weiter in die Stadt hineingehen, ist die erste menschliche Stimme zu hören. Es ist die eines BLINDEN BETTLERS, gekleidet in braunen Fetzen und an der Ecke von einem der Gebäude kauernd.

 

BETTLER

Almosen für die Armen!
Almosen für die Armen!

 

Gabrielle bleibt stehen und denkt nach. Ihr natürliches Mitgefühl verlangt, dass sie dem Mann hilft, aber ihre Börse ist dünn und sie ist unsicher wie viele Dinare es kosten wird ein Bad zu bekommen. Sie sieht auf wegen eines Stupses von Xena. 

 

GABRIELLE

(leise)

Was?

 

Anstatt zu antworten, hebt Xena eine Augenbraue, sieht zu dem Bettler, dann in der Stadt herum, dann zu Gabrielle.

 

Gabrielles Ausdruck erhellt sich.

 

GABRIELLE

Oh! Ich hab’s. Barmherzigkeit, richtig?

 

 

Xena grinst.

 

Gabrielle greift in ihren Beutel und nimmt einen Dinar heraus. Sie geht vorwärts und legt ihn in eine plumpe Holzschüssel zu den Füssen des Bettlers.

 

GABRIELLE

(weiter)

Hier bitte, Sir. Genug für ein
gutes Mahl und ein Zimmer dazu.

 

BETTLER

Oh, danke, gute Frau!
Ihr seid wirklich tugendhaft.

 

Grinsend richtet Gabrielle sich auf.

 

Der Bettler lehnt sich nach vorne und schnuppert.

 

BETTLER

Bist du eine Schweinebäuerin?

 

Xena prustet, als Gabrielle in Verlegenheit rot wird und einen Schritt zurück nimmt. Sie sammelt sich schnell. Jetzt, da sie fast die Hälfte ihres Geldes dem Bettler gegeben hat, fliegen die Gedanken an ein dampfendes Bad in einem gemütlichen Gasthaus aus dem sprichwörtlichen Fenster. Sie seufzt.

 

GABRIELLE

Kannst du mir sagen, wo
eure öffentlichen Bäder sind?

 

BETTLER

Sicher. Diesen Weg gerade aus und
zu deiner Linken, gute Frau. Besten
Bäder in Tugent.  Du kannst sie nicht verfehlen.

(Pause)

Natürlich, musst du deine
Schweine draußen lassen.

 

Xena prustet wieder.  Gabrielle wirft ihr einen Blick zu.

 

 

GABRIELLE

Ich werde… es sicher tun, Sir.
Danke für eure Freundlichkeit.

 

BETTLER

Und danke dir, gute Frau.
Mögen die Tugenden dich und die Deinen segnen.

 

GABRIELLE

Und mögen sie auch dich segnen.

 

Gabrielle sammelt Xena mit einem Blick auf und geht in die angedeutete Richtung, nur um nach rechts abzuweichen, als ihr etwas ins Auge fällt.

 

Es ist ein GARTEN welches Gleichen selbst sie, auf ihren vielen Reisen, niemals gesehen hat. Blumen jeder erdenklichen Farbe blühen in einem Aufruhr an Farbe, fast so weit das Auge sehen kann. Der Eingang zu dem Garten wird von einem reich verzierten BOGEN geschützt. FRESKEN der TUGENDEN verzieren den Bogen und fügen noch mehr Schönheit und Farbe hinzu. Gabrielle ist hingerissen.

 

GABRIELLE

(weiter)

Bei den Göttern, Xena, hast du jemals
etwas Schöneres gesehen?

 

Ohne zu denken, schreitet sie unter den Bogen mit der Absicht den Garten näher zu besichtigen.

 

Bevor sie einen weiteren Schritt gehen kann, ist sie plötzlich von einer Gruppe schwarz gekleideter WACHEN umringt, die lange SPEERE tragen. Sie wird an den Armen gefasst und durch den Bogen zurück gezogen.

 

Ihr Gesicht in einer zornigen Maske springt Xena vorwärts.

 

XENA

Was geht hier vor?

 

KAPITÄN DER WACHEN

Diese…Frau…wurde gefasst,
als sie den heiligen Garten unbefugt betrat.

 

XENA

Und?

 

KAPITÄN DER WACHEN

Es ist ein Verbrechen höchsten Ranges.
Falls sie für schuldig befunden wird, ist die Strafe

(Pause)

der Tod.

 

 

ABBLENDE.
 

ENDE DES TEASERS

 

AKT 1